Der Tag der Entscheidung rückt näher. In dieser Woche stehen im britischen Unterhaus gleich drei Abstimmung zum Brexit an. Heute Abend werden die Abgeordneten zunächst über den von Premierministerin Theresa May mit der EU verhandelten Brexit-Deal abstimmen. Nachdem sie mit einem ersten Entwurf des Deals bereits im Januar krachend am Parlament gescheitert ist, tritt sie nun mit einem überarbeiteten Entwurf vor das Unterhaus. Hierfür hat May gestern – kurz vor knapp sozusagen – aus Brüssel ein letztes Zugeständnis von Seiten der EU erhalten.

Der sogenannte Backstop, der eine harte Grenzziehung zwischen Irland (Mitglied der EU) und Nordirland (Mitglied des UK) verhindern soll, werde als Übergangslösung maximal bis Ende 2020 gültig sein. Demnach würde Großbritannien spätestens zu diesem Zeitpunkt aus dem Binnenmarkt und der Zoll Union Ausscheiden. Das war gerade für die Brexit Hardliner in Mays Partei eine grundsätzliche Bedingung für das Zustandekommen eines Abkommens.

Sollte May’s neuer Brexit-Deal heute Abend in der Abstimmung des britischen Unterhauses scheitern, wird am Mittwoch eine Abstimmung darüber erfolgen, ob Großbritannien OHNE ein Abkommen aus der EU austreten soll. Dies wäre dann der so gefürchtete „harte Brexit“, über dessen mögliche Folgen wir hier schon berichtet haben. Wird auch dieser abgelehnt kommt es am Donnerstag zur letzten Abstimmung, in dieser wird entschieden ob die britische Regierung die EU um eine Verschiebung des Brexit bitten soll.

Es bleibt also spannend. Was denkt ihr? Schaffen es die Briten noch rechtzeitig bis zum 29.03. eine Lösung zu finden?

Weitere Informationen darüber, was passiert, wenn nicht, findet ihr hier:

Brexit-Abkommen: Was bei einem Scheitern auf dem Spiel steht – BNN

Consequences of Brexit are real

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